Kork oder Schrauber?

Korken

 

Geschichte

 

Bereits im antiken Griechenland, Assyrien und alten Ägypten wurden Korkpfropfen in die Öffnungen von Amphoren gedrückt, um Weingefäße zu verschließen. Wirkliche Bedeutung gewann Kork als Flaschenverschluss erst gegen Ende des 18. Jahrhunderts: Die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen weiteten sich aus, daher war es sinnvoll, Flaschen fest zu verschließen.

 

Der große Aufschwung in der Korkproduktion setzte dennoch ab 1890 ein. Innerhalb der darauffolgenden 40 Jahre verfünffachte sich die Anzahl der in der Korkproduktion Tätigen.

 

 

Herstellung und Verwendung

 

Hergestellt werden Korken aus der robusten, weitgehend brandresistenten Rinde der im mediterranen Raum verbreiteten Korkeiche (Quercus suber). Ernten lässt sich die Rinde frühestens ab der 3. Schälung, d.h. ca. im 40. Lebensjahr des Baums. Darauffolgend können Schälungen alle neun bis zehn Jahre erfolgen. Im Durchschnitt werden dann ca. 150 kg Kork pro Hektar Baumbestand geerntet. Portugal ist der weltweit größte Produzent von Korken.

 

Verwendet man einen mit Hohlmessern aus der Rinde geschnittenen Stopfen, so spricht man von „Naturkorken“. Diese Korken gelten als die hochwertigste und langlebigste Variante.

 

Ein Durchschnitts-Weinkorken hat eine Länge von ca. 38 mm bis 60 mm. Entscheidend für die Qualität des Korkens sind das Ausgangsmaterial und die Länge des Korken. Gute Korken sind glatt, fest und lang, außerdem haben sie möglichst wenig Poren. Da es sich bei Korken um ein Naturprodukt handelt, ist durchaus möglich, dass Korkenlängen innerhalb eines Jahrgangs variieren.

 

 

Eigenschaften

 

Nachdem Naturkork jahrzehntelang die bevorzugte Verschlussart für Weine war, ändert sich unter Erzeugern, Verbraucher und Fachleuten allmählich die Auffassung darüber, welches die zu bevorziehende Art des Flaschenverschlusses wäre. Der Naturkorken scheint hierbei nach neusten Erkenntnissen auf lange Sicht zu unterliegen.

 

Schuld daran sind neben den hohen Kosten für Naturkork, die Nachteile dieser Verschlussart:

 

Korken aus Naturkork können beim Wein gelegentlich „Korkgeschmack“ erzeugen. Hierfür ist die Substanz 2,4,6-Trichloranisol (TCA) verantwortlich. Man geht von ca. 2–10 % durch TCA verdorbene Weine.

 

Als Vorteil des Korkens zählt die Tatsache, dass es sich um eine nachwachsende Ressource handelt und seine Geschmacksneutralität. Naturkorken werden vor allem wegen ihrer erprobten langen Haltbarkeit geschätzt.

 

Schraubverschluss bei Wein

 

Traditionell wurden nur einfache „Schoppenweine“ mit dem Schraubverschluss abgefüllt. Durch die Anhäufung von Korkschmeckern (wegen TCA) werden immer mehr und auch höherwertige Weine mit dem Schraubverschluss verschlossen. Im Gegensatz zum Verschluss mit Naturkorken gibt es bei der anschließenden Lagerung nur noch geringe geschmackliche Veränderungen. Seit Anfang der 1970er Jahre sind die sog. Long-Cap- und Stelvin-Cap-Verschlüsse in Australien und der Schweiz im Markt eingeführt. Diese Verschlüsse haben eine Dichteinlage aus Polyvinylidenchlorid (PVdC), welches in der hochwertigen Ausführung zusätzlich mit einer aufkaschierten Zinnschicht versehen ist und eine Sauerstoffdurchlässigkeit (0,0002 bis 0,0008 cm3 O2 pro Tag) gewährleistet. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für die Lagerung in Hinblick auf Frische und Haltbarkeit.

 

Mittlerweile verwendet ein großer Teil der australischen und neuseeländischen Weinindustrie Schraubverschlüsse. Auch in anderen Weinregionen der Welt wird zunehmend umgestellt. In Europa sind insbesondere die Schweiz und Deutschland Vorreiter beim Einsatz von Schraubverschlüssen für qualitativ hochwertige Weine. Auch in Österreich wird seit der Jahrtausendwende ein zunehmender Anteil besonders von weißen Qualitätsweinen in Schraubverschlussflaschen abgefüllt.

 

Fazit

 

Jede Art hat zweifelsohne ihre Vor und Nachteile. Eine richtige oder falsche Art und Weise eine Flasche zu verschließen gibt es also nicht.

 

Für uns ist der Schraubverschluss eine günstige und sichere Alternative zum Naturkork. Der Großteil unserer Weine wird mit Schraubverschluss abgefüllt, nur einige sehr spezielle Tropfen werden mit Kork versehen.

 

Wir halten uns an einen einfachen Grundsatz: Es gibt für uns nur zwei Möglichkeiten, entweder den richtigen Naturkork oder einen hochwertigen Schraubverschluss.

 

Kunststoffkork oder Glasverschlüsse verwenden wir aus folgenden Gründen nicht!

 

Plastikkorken entsprechen in keiner Art und Weise unserem Verständnis und unserem Umgang mit hochwertigen Lebensmitteln. Der Glasverschluss bringt keinen Mehrwert für den Kunden kostet aber um ca 1€ mehr als der Schraubverschluss deswegen geben wir diese Ersparnis an den Kunden weiter und können so unseren Wein günstiger anbieten.

 

 

 

Also kurz gesagt, auch sehr gute Weine werden mit Schraubverschluss abgefüllt es ist kein Merkmal für die Qualität.