Restsüße

 

 

Die Restsüße ist die auch als Restzucker (kurz RZ) oder Zuckerrest bezeichnete Menge an Zucker im Wein in g/l, die nach dem natürlichen Ende der Gärung oder ihrem gezielten Abstoppen (entweder durch Kühlung, durch Zusatz von Schwefel oder Alkohol und durch Filtration) erhalten bleibt.

Auf amtlichen Befundzeugnissen der Weinprüfstellen und auf Untersuchungsbefunden von Weinlabors wird die Restsüße meist als Vergärbare(r) Zucker bezeichnet.

Der Restzucker besteht im Wesentlichen aus Fructose (Fruchtzucker), weil die Glucose (Traubenzucker) schneller in Alkohol und Kohlendioxid umgewandelt wird, sowie aus nicht vergärbaren Zuckerarten (siehe unter Pentosen).

Heute umfasst die Restzuckerangabe auch die dem Wein durch Süßreserve beigefügte Zuckermenge.

 

 

Die Geschmacksangabe der Weine ist in trocken, halbtrocken, lieblich bzw. halbsüß und süß kategorisiert, wobei die entsprechende Restzuckermenge jeder Kategorie weingesetzlich genau geregelt ist.

Diese Geschmacksangabe kann auf dem Weinetikett angegeben werden, da es eine freiwillige Kennzeichnung ist.

 

Grundsätzlich kann man Wein in diese Kategorien unterteilen:

 

0 bis 9 Gramm Restzucker / Liter  ist ein Wein „trocken“

 

9 bis 18 Gramm Restzucker / Liter ein Wein „halbtrocken“

 

18 bis 45 Gramm Restzucker / Liter ist ein Wein „lieblich“

 

Ab 45 Gramm Restzucker / Liter ist ein Wein „süß“

 

 

 

Um die Zuckergrade besser einordnen zu können, ein gewöhnlicher Zuckerwürfel wiegt etwa 3 Gramm.